Nein, ich habe nicht mit ihnen zusammen gespielt - aber hier ist eine interessante Geschichte:
Es war am 30. November in 1986: am Abend vorher und bis spät in die Nacht war ich als Musiker unterwegs in der Stadthalle Hannover. Der ADAC hatte seinen ADAC-Ball organisiert, und wir waren den ganzen Abend damit beschäftigt, die Leute auf die Tanzfläche zu bringen.
Deshalb war ich noch im Tiefschlaf als das Telefon gegen 12 Uhr klingelte. Mike Gehrke, der Vorsitzende des Hannoverschen Jazz Clubs war dran: Ob er mein Banjo ausleihen könne? Was? Gut, er erzählte mir die ganze Geschichte: Die Dubliners sollten am Nachmittag im Theater am Aegi auftreten. Am Abend vorher waren sie in Hamburg aufgetreten und hatten irgendwie ihr Banjo auf der Bühne oder im Hotel vergessen. Ein Taxi-Transport von Hamburg nach Hannover war organisiert, aber der käme wohl zu spät für die Vorstellung. Und da Mike wusste, dass ich ein Framus 4-string Banjo besaß, wollte er es bitte ausleihen. Natürlich sollte ich das nicht umsonst machen.
Ich fragte noch, ob ich eine Eintrittskarte für die Veranstaltung bekommen könne. Dann machte ich mich fertig um das Banjo hinter der Bühne abzuliefern.
Alles ging gut, mein Banjo war brauchbar und wurde in der ersten Hälfte des Konzerts eingesetzt. Nachdem Mike Gehrke die Dubliners vorgestellt hatte, sprach er noch über das vergessene Banjo und den Ersatz. Ich musste aufstehen und bekam meinen Applaus.
Am Ende der Vorstellung sammelte ich mein Banjo wieder ein hinter der Bühne und Barney McKenna nahm einen Filzschreiber und schrieb zum Dank ein dickes Sláinte go deo und seinen Namen auf das Fell.
Ewige Gesundheit - mehr konnte man nicht verlangen.